Getreide aus der Region

Getreide gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und dient dem Großteil der Menschheit als Nahrungsgrundlage. Die heute für die menschliche Ernährung wichtigsten Getreidearten sind Weizen, Roggen, Mais, Reis und Hirse.

Während in Nord- und Südamerika sowie in Afrika Mais als Grundnahrungsmittel gilt, wird er in der übrigen Welt als Tierfutter verarbeitet. Hirse spielt in Asien und Afrika eine große Rolle, wobei in Asien Reis die Nahrungsgrundlage bildet.

In Europa undspeziell auch in unserer Region haben Roggen, Weizen und Dinkel als Nahrungsgrundlage zentrale Bedeutung.

Roggen
Roggen wird seit ca. 700 v.Chr. in Mitteleuropa angebaut. Die Getreideart ist sehr genügsam in Bezug auf Boden und Klima. Er wird überwiegend in kühl-gemäßigten Gebieten Nordeuropas angebaut. In Mittel- und Osteuropa wird er besonders als Brotgetreide verwendet, wohingegen ein Großteil des erzeugten Roggens als Tierfutter verwendet wird. Unter anderem dient Roggen auch der Herstellung von Wodka und dem „Korn“ zum Trinken.

Das Roggenkorn enthält die wichtigen Nährstoffe Folsäure, Magnesium, Eisen, Mangan und Zink. Es ist sehr ballaststoffreich und in der Samenschale finden sich große Mengen an Lignanverbindungen, die das Risiko einer Krebserkrankung mindern sollen.

Anfällig ist der Roggen jedoch für das giftige „Mutterkorn“, ein Schlauchpilz, der als Parasit den Roggen befällt. Doch bei den modernen Reinigungsmaschinen werden die geschädigten Körner problemlos aussortiert.

Weizen
Ursprünglich aus dem vorderasiatischen Raum stammend, verbreitete sich der Weizen (viele verschiedene Arten) von dort aus in die ganze Welt. Das Wort Weizen stammt von „Weiß“ ab, woraus sich das Wort „Weißmehl“ bildete, das daraus hergestellt wird.

Neben Mais ist der Weizen das weltweit am häufigsten angebaute Getreide. Es gibt über 1.000 Weizensorten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Standort- und Klimaverhältnisse. Sie werden als Sommer- und Winterfrucht angebaut und in Weich- und Hartweizen unterschieden.

Weichweizen kennen wir als Mehl oder Grieß, das für die Brot- und Kuchenherstellung benötigt wird. Graupen, Grütze, Frühstückscerealien und Weizenkeimöl sind weitere Produkte, die aus Weichweizen produziert werden. Hartweizen wird überwiegend für die Herstellung von Pasta benötigt.

Das Weizenkorn ist sehr ballaststoffreich und enthält eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen, wie B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan.

Dinkel
Dinkel ist die Urform des Weizens. Während der Weizen durch unzählige Kreuzungen mit anderen Arten verändert wurde, blieb der Dinkel unverändert. Bereits vor ca. 5.000 Jahren war Dinkel als Kulturpflanze im südwestlichen Asien bekannt. Nach Europa kam er erst viele Jahre später, archäologischen Funden zufolge ca. 1700 v.Chr. Im 18. Jahrhundert war Dinkel ein wichtiges Handelsgut und wurde wegen seiner Haltbarkeit geschätzt und weltweit verbreitet. Im Gegensatz zu Weizen ist Dinkel anspruchsloser, standfester und wetterbeständiger. Aufgrund höherer Erträge im Weichweizenanbau wurde der Dinkel im 20. Jahrhundert zunehmend verdrängt.

Doch heute gewinnt Dinkel im Getreideanbau erneut an Bedeutung, da seine Vorteile im Zuge des Gesundheitsbewusstseins der Menschen wieder entdeckt wurden. Durch seinen fest umschließenden Spelz ist der Dinkelkern gegen Umwelteinflüsse weitgehend geschützt. Dieser Spelz wird erst kurz vor der Vermahlung durch spezielle Technik entfernt.

Dinkel ist auch als „Grünkern“ bekannt. Seit ca. 300 Jahren wird ein Teil der Dinkelkörner zwei bis drei Wochen vor der Reife (der sogenannten Milchreife) geerntet und über Holzkohlefeuer getrocknet. Grünkern ist alleine nicht backfähig, da ihm das so genannte Klebereiweiß fehlt, das für gute Backeigenschaften zuständig ist. Somit wird er als Graupen, Grieß, Mehl oder Flocken in der Speisezubereitung genutzt. Aufgrund des würzig-nussigen Geschmacks wird Grünkern auch als Zutat in Brotmischungen und sogar als Fleischersatz verwendet. Seine leichte Verdaulichkeit macht ihn auch als Diätnahrung hervorragend geeignet.

Dinkel eignet sich besonders für Allergiker, Diabetiker und Neurodermitiker. Menschen mit einer Weizenunverträglichkeit können ihre Ernährung oft komplett auf Dinkel umstellen. Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sollten allerdings auf Dinkel verzichten, da dieser Gluten enthält.

1-region2-region3-region4-region5-region6-region
Weitere Informationen zum Thema "Wissenswertes"
Zu diesem Thema haben wir noch weitere Informationen für Sie bereit gestellt,
die Sie hier aufrufen können.
Qualität an jedem Tag
Wir stellen höchste Ansprüche an die Qualität unserer Arbeitsabläufe und die daraus resultierenden Erzeugnisse. Deshalb lassen wir uns regelmäßig unabhängig zertifizieren.
Sie haben Fragen?
Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Füllen Sie bitte einfach unser Kontaktformular aus.