Anlieferung
Zur Erntezeit werden der Getreidehandel und die Mühlen innerhalb weniger Wochen mit riesigen Mengen an Weizen, Roggen und Dinkel beliefert.

Bei den als Brotgetreide eingestuften Sorten und Qualitäten erfolgt dabei eine erste Eingangskontrolle und eine Vorreinigung für die Zwischenlagerung.



  Anlieferung

Labor
Im Labor werden Proben aus jeder Lieferung genauestens unter die Lupe genommen. Reinheit, Feuchtigkeit, Eiweißgehalt und Stärkeeigenschaften sind wichtige Qualitätsfaktoren, die Aufschluss über weitere Lager-, Mahl- und Backeigenschaften geben.

Mit Kornanalysen, Probevermahlungen und Backversuchen wird entschieden, ob das Getreide den hohen Anforderungen - z. B. für Brot- und Brötchenmehle - entspricht. Die Mühlen sind somit die zentrale "Schnittstelle für Qualität" auf dem Weg vom Korn zum Brot.



  Labor

Silos
Auch über längere Lagerungsperioden in den Silos muss eine stets gleichbleibende Qualität des Getreides erhalten bleiben. Deshalb sorgt eine Temperatur- und Feuchtigkeitsüberwachung für gleichbleibende und witterungsunabhängige Temperaturen und Feuchtigkeitswerte des eingelagerten Getreides.

Aspirateur
Sauberkeit ist oberstes Gebot, bevor das Getreide weiterverarbeitet wird. Im Aspirateur (frz.: Gebläse) trennt sich die Spreu vom Weizen. Leichtere Teilchen wie Stroh, Sand, Staub etc. werden dabei mittels Luftstrom "hinausgepustet" bzw. "herausgesaugt". Alle Teile, die größer als 5 mm oder kleiner als 2 mm sind, werden herausgesiebt.

Steinausleser
Klasse statt Masse zählt, wenn Siebe mit unterschiedlicher Maschenweite schwerere Steinchen vom Getreide trennen und anschließend Magnete etwaige Metallteilchen "herausziehen“.


Trieur
In walzenförmigen Trieuren (d. h.: Ausleser) werden alle Bestandteile ausgesondert, die nicht die Form von Roggen- oder Weizenkörnern haben, wie z. B. andere Getreidekörner, Unkrautsamen oder sonstige Verunreinigungen.

Farbausleser
Als eine der wenigen Mühlen setzen wir zur Auslese des giftigen Mutterkorns einen Farbausleser ein. Diese Maschine arbeitet mit hochsensiblen Kameraobjektiven und Luftstrahldüsen, die das schwarze Korn gezielt erkennen und entfernen.



  Trieur

Netzen/Abstehen
Vor der Vermahlung wird Wasser bzw. Wasserdampf in genauer Dosierung auf das Korn gegeben (Netzen). Anschließend wird es mehrere Stunden gelagert, bis sich eine gleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung eingestellt hat, um die Getreideschale vom Mehlkern trennen zu können.

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