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Die Geschichte des Steinmetz-Verfahren
Am 30. Oktober 1890 meldete der Mühleningenieur Stefan Steinmetz aus Marktbreit (Bayern) das erste Patent für ein Wasch- und Enthülsungsverfahren für Getreide an, das vor allem der gesunden Ernährung dienen sollte. Dieses schonende Steinmetz-Verfahren ermöglicht es, dass das Korn seinen vollen biologischen Wert erhält, da sowohl der Keim als auch die eiweißreichen Randschichten bei der Verarbeitung unbeschädigt bleiben. Ein Vorzug, der das Steinmetz-Brot weit über Deutschlands Grenzen berühmt machte. Der Direktor des hygienischen Instituts der Universität Leipzig bezeichnete Steinmetz-Brot als „das gesündeste, am meisten nährende und den menschlichen Verdauungsorganen entsprechende Brot“.



  Stefan Steinmetz

Ganz neue Vorteile des Steinmetz-Verfahrens, die gerade für unsere heutige Zeit von größter Bedeutung sind, entdeckten Wissenschaftler bei ihren Untersuchungen. Das Steinmetz Wasch- und Enthülsungsverfahren ist die beste bisher bekannte Mühlentechnik im Kampf um saubere, natürliche Backwaren. Denn es beseitigt weitestgehend insbesondere das krebserregende Benzpyren, aber auch Spuren von Schädlingsbekämpfungsmitteln, radioaktive Belastungen (z. B. durch Tschernobyl), toxische Mikroorganismen sowie sämtliche Luftschadstoffe.



Dabei soll das Korn vor allem gesundheitserhaltend und gesundheitsfördernd gereinigt werden. Basis dieses Verfahrens war die Erkenntnis, dass fast alle Wirkstoffe (wie Vitamine, Spurenelemente, Eiweiß) nicht etwa im weißen Mehlkern, sondern im Keim, in der dunkleren Aleuronschicht, in der Samenschale und der inneren Fruchtschale des Korns enthalten sind. Dass die Folgen der Luftverschmutzung wenigstens im Nachhinein neutralisiert werden können, ist nach Meinung der Wissenschaftler gar nicht hoch genug einzuschätzen; denn voraussichtlich wird es noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis die Luft wieder sauberer und weniger gesundheitsgefährdend sein wird.

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