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Zunehmende Luftverschmutzung gefährdet das Getreide
Bei der Untersuchung der genauen Wirkung des Enthülsens stießen die Forscher auf ein derzeit äußerst aktuelles Problem: Nach wie vor kann Getreide in den erforderlichen Mengen nicht in Gewächshäusern angebaut werden und ist deshalb im Freien durch zunehmende Luftverschmutzung besonders gefährdet. Besonders schädlich ist dabei das gefährliche Benzpyren. Dieser stark krebserregende Stoff wird zum Beispiel durch schlecht eingestellte Kfz-Motoren oder schlecht gewartete Ölheizungsanlagen verursacht. Das zusammen mit Abgasen an die Luft abgegebene Benzpyren lagert sich in unmittelbarer Umgebung seiner Erzeugung ab, also beispielsweise auf den Getreidefeldern entlang der Bundesautobahnen und Landstraßen.

Hier wurden bei Untersuchungen schon erhöhte Mengen nachgewiesen. Es war also zunächst nahe liegend, Versuche mit "geschältem" Getreide vorzunehmen. Das führte zu guten Erfolgen, hatte aber den Nachteil, dass aus geschältem Getreide kein Vollkornbrot gebacken werden kann. Da Benzpyren nicht wasserlöslich ist, bleibt auch das Waschen von Getreide ohne Wirkung. Das veranlasste Prof. Dr. Rohrlich und Dipl.-Chem. Suckow von der Bundesforschungsanstalt für Getreideverarbeitung in Berlin, Versuche mit steinmetz-enthülstem Getreide durchzuführen. Das Ergebnis: Steinmetz-Getreide hat im Vergleich zu vier weiteren Getreideerzeugnissen einen d e u t l i c h geringeren mikrobiellen Keimgehalt und weist einen geringeren Schadstoffgehalt auf.



  Getreide


Das Ziel
Das hauptsächliche Ziel des Steinmetz-Verfahrens liegt darin, die wertvollen Bestandteile des vollen Korns optimal zu erhalten und gleichzeitig alles Überflüssige und Schädliche vor dem Vermahlen zu eliminieren. Schädliches lagert sich während des Getreidewachstums hauptsächlich in der Holzfaserhülle ab, die das Korn während der Reifezeit umhüllt und schützt.

Das von Stefan Steinmetz entwickelte Verfahren machte es erstmals möglich, diese hauchdünne Holzfaserhülle zu entfernen, und zwar so schonend, dass das "Gute" im Korn voll erhalten bleibt.

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